Positives aus der Rumänischen Botschaft in Wien

Neues für Rumänien

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Ich war am 31.Oktober 2013 bei der Botschaftsrätin Andrea Amza-Andras, um mehr als 41 000 Unterschriften, die Robin Hood gegen das Töten von Hunden gesammelt hat, zu übergeben (Rumänische Botschaft in Wien).
Ehrlich gesagt habe ich mir einen kurzen Alibitermin erwartet, ich durfte keine Fotos machen und habe schon per Mail meine Kritik daran ausgeübt und mir gesagt nicht viel erwartet. Mit mir war Gabi Surzitza von der Österreichisch-Bulgarischen Hilfe für Tiere, die ihre Erfahrungen von Bulgarien miteinfließen lassen konnte.
Es verlief ganz anders.
Ich will hier nichts beschönigen und mache den Job schon zu lange um blauäugig alles zu glauben, doch Frau Andras hat auf mich einen äußerst interessierten Eindruck gemacht und engagiert gewirkt.
Sie hat mir gesagt, dass so viele sich melden, sie können nicht allen einen Termin geben, sie werden bedroht und beschimpft etc. Ich will das gar nicht weiter kommentieren, leider nehmen gewisse Leute angebotene Termine auch nicht wahr.
Als ich ihr sagte, dass ich froh bin, endlich mit irgendjemand sprechen zu können, der meine konkreten Vorschläge anhört, war sie sehr interessiert.
Ich bin ja seit Anfang der 90er Jahre in Rumänien tätig, seit 10 Jahren in Reghin. Ich suche immer das Gespräch und die Zusammenarbeit mit den Behörden, die auch habe.
Ich machte das Angebot, alle Hunde in Reghin und Bistrita, auch die Haushunde, kastrieren zu lassen, sie konnte das kaum glauben, doch ich versicherte ihr, wenn es möglich ist, mache ich das. Ich weiß, dass jetzt einige sagen werden, das ist kontraproduktiv, wo doch Rumänien so viele Gelder erhält, richtig, aber ich sehe konkrete Angebote einfach als den besten Weg.
Frau Andras sagte von sich aus, dass man mehr in Schulen tun müsste, da traf sie bei mir den Nagel auf den Kopf. Ich sagte ihr, dass Robin Hood das schon macht, dass es Videos gibt und Vorträge, sie war unglaublich interessiert, hätte auch jemand, der ein professionelles Schulvideo mit mir gemeinsam machen würde mit Sprecher etc…sie überlegte auch, dass man hier finanziell von rumänischer Seite unterstützen würde.
Ich erzählte ihr, dass ich in Reghin versuche, die Leute ins Heim zu holen, mit Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Auch hier war sie total begeistert und gab zu, sie hat selbst Hunde und den letzten gekauft und wäre nicht auf die Idee gekommen, in ein Tierheim zu gehen…Sehen Sie, sagte ich ihr, darum geht es, viele Rumänen sind tierlieb, kaufen sich aber Hunde und denken nicht an Tierheime oder meinen dort sitzen die blutrünstigen Bestien, hier müssen wir ansetzen.
Die Idee des Weihnachtsessens für Hunde, das Frau Surzitza diesmal für Reghin veranstalten möchte, fand sie super, ich sagte ihr, dazu wird die Bürgermeisterin zum Handshake eingeladen und die Medien, um Werbung für die Hunde in den Heimen zu machen.
Sie machte gleich den Vorschlag auch Promis einzubinden, um mehr Werbung für die Tierheime zu machen.
Es wurde auch überlegt, die Idee kam schon von Tierschützern, Land einzuzäunen und Hunde dort natürlich zu halten, gefüttert und schon betreut, aber doch relativ frei. Das überlegt man schon für Bukarest, natürlich kann man nicht 65 000 Hunde dorthin bringen, aber solche Zonen halte ich für besser als diese Hundegefängnisse. Sie sagt, sie werde sehen, ob es hier Land gibt, dass man gratis bekommt. Ich würde das gerne mal im kleineren Rahmen machen und auch jemand bezahlen, der die Hunde betreut. und auch für Bukarest mit unterstützen.
Ich habe ihr auch von meiner Idee erzählt, Leute in Rumänien mit Futter zu unterstützen, die Hunde adoptieren, also eine Ausgabestelle, wo man einmal pro Monat Futter holen kann oder so ähnlich, natürlich für den selben Hund und nicht ständig für einen neuen, der dann wieder entsorgt wird, das könnte man mit Chip und Lesegerät lösen. Aber hier bräuchte ich logistische Unterstützung.
Frau Andras will unbedingt, dass ich ihr nochmals alles zusammenfasse, sie möchte, dass hier eine Zusammenarbeit geschieht. Wie gesagt, ich sehe dies als einen gangbaren Weg, den ich auf alle Fälle verfolgen werde. Sie will mir für Reghin helfen, ich sagte ihr der Vizebürgermeister will töten, die Bürgermeisterin nicht, sie will sich die Mitglieder des Stadtrates mal ansehen und sie will, dass Reghin ein Pilotprojekt für eine mögliche Lösung wird. Ich habe ihr erklärt, Robin Hood ist zu klein, um überall zu helfen, habe aber auch meine konkrete Hilfe für Bukarest zugesagt.
Frau Andras hatte eigentlich einen Termin, wo sie dann doch hin musste, aber viel zu spät, denn sie wollte eigentlich noch länger reden…aus den von mir erwartenden 10 Minuten wurde 1 Stunde und wie gesagt, sie wollte eigentlich noch weiter reden…
Den Termin habe ich letztendlich nur bekommen, weil sie doch von der Zahl der Unterschriften beeindruckt war…wie gesagt, sie war froh, dass endlich jemand mit konkreten Lösungsmöglichkeiten auch für die Zukunft gekommen war.
Ich kann nicht sagen, was daraus wird, aber ich werde dranbleiben, vielleicht kann ich all das realisieren. Ich möchte mich jedenfalls ganz herzlich für den Termin bedanken und hoffe auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

Marion Löcker
Tierschutzverein Robin Hood