Schutz für Rumäniens Braunbären
Rumänien hat dem Braunbären den Krieg erklärt
Jahrelang zeigte sich Rumänien als Musterbeispiel im Zusammenleben mit Wildtieren.
Ein Herdenschutz, der seinesgleichen sucht, schützt besonders die Schafe durch Herdenschutzhunde, menschliche Behirtung, sowie durch das nächtliche Unterbringen in Gehegen, wobei die Schäfer ebenso vor Ort schlafen.
All dies funktioniert immer noch ausgezeichnet, doch nun zeichnet sich eine ausufernde Hetzjagd auf die Bären ab.
Immer mehr Meldungen über verletzte und getötete Menschen und Tiere tauchen auf. In den sozialen Medien überschlagen sich die Postings förmlich, jeden Tag gibt es neue Zwischenfälle.
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die jeweiligen Fälle fast nie genau untersucht wurden. So häufen sich Falschmeldungen, einzelne Vorfälle werden in den Medien teilweise als unterschiedliche Angriffe in mehreren Orten dargestellt.
Viele der Vorfälle entstehen, weil Touristen Bären mit Futter anlocken, Warnungen und Strafen ignorieren und dann von den Tieren in Erwartung von Futtergaben attackiert werden.
Bären nähern sich Städten und Dörfern nicht zuletzt aufgrund massiver Rodung der Wälder. Zusätzlich werden sie durch Müll angelockt, der nicht ordentlich gesichert oder einfach irgendwo ausgestreut wurde.
Leider ist dies in Rumänien immer noch weit verbreitet.
Schafherden werden in Wäldern geweidet, wodurch den Bären pflanzliches Futter, das sie in großer Menge benötigen, verwehrt wird.
Die Hysterie ist greifbar, Politiker zeigen sich als Menschenfreunde, indem sie vermehrt für das Töten durch Erschießen eintreten. Müllbären, extrem gefährliche Bären – all diese müssen aus dem Weg geräumt werden.
Tatsache ist, dass Rumänien es verabsäumt hat, seine eigenen Maßnahmen aus dem Jahre 2018 umzusetzen. Es wurde verabsäumt, Kuhherden zu schützen (Herdenschutz auch für Rinder), sowie Dörfer, von denen man weiß, dass sie regelmäßig von Bären besucht werden, zu schützen (Thema Elektrozaun), das Müllproblem zu lösen (an dem die Bären unschuldig sind) und den massiven illegalen Abholzungen entgegenzuwirken.
Nun wird jeder Bär als gefährlich eingestuft, der einfach nur gesichtet wird.
Jungbären, die sich an Bienenstöcken vergreifen, um etwas Honig zu ergattern, werden erschossen.
Landwirtschaftsminister Tánczos Barna will sogar den Schutzstatus der Bären in der EU-FFH-Richtlinie aufheben lassen!
In nur wenigen Jahren hat sich eine der spektakulärsten Arten Europas vom Symbol der wilden Natur in einen dauerhaften Staatsfeind verwandelt.
Nicht, weil sich das Verhalten der Bären verändert hat, sondern weil einige Politiker herausgefunden haben, dass Angst mehr Stimmen bringt als Lösungen, die aufwändiger sind als ein schneller Abschuss. Auch die Trophäenjagdindustrie ist ein Thema, es tauchen nun immer mehr Jagdunternehmen auf, die auch auf die Bärenjagd in Rumänien setzen, zu einem stattlichen Preis…
Der Braunbär ist nicht das Problem Rumäniens. Das Problem Rumäniens ist die Unfähigkeit, intelligent mit der eigenen Natur zu leben. Dafür müssen die Bären jetzt vermehrt mit ihrem Leben bezahlen.
Das oberste Verwaltungsgericht in Rumänien hat nun entschieden, an die 1.000 Bären pro Jahr töten zu lassen. Eine Todesstrafe für Tiere, die kein Verbrechen begangen haben.
Doch es soll nicht bei den 1.000 Tieren bleiben, man verlangt durch die Aufweichung des Schutzstatus ein uneingeschränktes Töten der Braunbären.
Wir fordern die sofortige Einstellung der kommerziellen Jagdquoten für Braunbären in Rumänien. Der Europäische Braunbär ist durch die EU-Habitatrichtlinie von 1992 streng geschützt.
In Rumänien wird durch überhöhte Jagdquoten ein massives, ungerechtfertigtes Abschlachten der Braunbärenpopulation eingeführt. Angetrieben von kommerziellen Jagdinteressen und weiter angeheizt durch Panikmache-Propaganda, umgeht diese Entscheidung die Wissenschaft und moderne Naturschutzmethoden völlig. Die Sicherheit des Menschen hat oberste Priorität, aber Koexistenz ist möglich.
Wie erwähnt werden die meisten Konflikte durch Missmanagement von Abfällen und die Zerstörung von Lebensräumen verursacht, nicht durch Überbevölkerung. Es stehen EU-Mittel für nicht tödliche Präventionsmaßnahmen voll zur Verfügung, diese werden jedoch von Rumänien ignoriert.
Mit Ihrer Unterzeichnung fordern Sie, dass Rumänien die EU-Umweltgesetze respektiert und von der primitiven Trophäenjagd zum nachhaltigen Zusammenleben mit Wildtieren übergeht.
Diese Petition „Schutz für Rumäniens Braunbären“ ergeht in englischer und rumänischer Fassung an die folgenden rumänischen Politiker:
Präsident:
Nicușor Dan
contact@nicusordan.ro
Stellvertretender Premierminister, amtierender Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung:
Tánczos Barna
btanczos@rmdsz.ro
Ministerium für Umwelt, Gewässer und Wälder
cabinet.ministru@mmediu.ro
Umweltministerium:
Diana-Anda Buzoianu
diana.buzoianu@cdep.ro
Sowie an die folgenden EU-Abgeordneten:
Jessika Roswall: jessika.roswall@ec.europa.eu
Anna-Kaisa Itkonen: anna-kaisa.itkonen@ec.europa.eu
Thomas Waitz: thomas.waitz@europarl.europa.eu
Jutta Paulus: jutta.paulus@europarl.europa.eu
César Luena: cesar.luena@europarl.europa.eu
Unterzeichnet: 10
Schutz für Rumäniens Braunbären
Sehr geehrte Damen und Herren,
momentan herrscht Krieg gegen die Braunbären in Rumänien.
Die Bären kommen den Menschen aufgrund massiver Einschränkung ihres Lebensraums näher und immer wieder werden Menschen, meist aus mangelndem Wissen über das richtige Verhalten, verletzt oder sogar getötet.
Touristen nähern sich Bären, um sie zu fotografieren und werden attackiert. Schuld sind fast immer die Menschen, die Bären werden zu Unrecht getötet und es erfolgt eine regelrechte Hetzjagd auf sie.
In den Medien erscheinen fast täglich neue Zwischenfälle, manche Vorkommnisse werden einfach kopiert und in anderen Orten wiederverwendet, vieles ist übertrieben und schlichtweg falsch kolportiert. Nun soll sogar der Schutzstatus der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie), die den Bären als geschützt einstuft, geändert werden.
Rumänien lebte jahrzehntelang in Frieden mit den Wildtieren, nun ist Krieg in den Wäldern ausgebrochen.
Wir fordern den Schutz für die Braunbären zu erhalten!
1. Strengere Überwachung der Abholzungen, die nicht selten illegal erfolgen.
2. Keine Schafe in den Wäldern beweiden.
3. Strikte Aufklärung über das richtige Verhalten bei Begegnungen mit Wildtieren (dies soll bereits in den Schulen erfolgen).
4. Noch strengere Strafen bei Fütterung und Fotografieren von Bären.
5. Ein nachhaltiges, groß angelegtes Bärenmanagement, inklusive Vergrämung von Bären, die sich immer wieder menschlichen Siedlungen nähern, bis hin zur Umsiedlung dieser Tiere.
6. Die Abschussquote darf nicht erweitert werden.
7. Kein Abschuss von Müttern und Jungtieren.
8. Strenge Untersuchungen bei jedem Zwischenfall in der Begegnung Bär-Mensch, die mit Verletzung oder Tod endet.
9. Strenge Überwachung von Müllplätzen, hohe Strafe für das illegale Verbringen von Müll.
10. Genehmigung für jeden einzelnen Abschuss erst nach erfolgter Untersuchung.
11. Sofortiger Stopp der Trophäenjagd!
Der Bär ist wichtig für die Erhaltung eines funktionierenden Ökosystems. Übersteigt die Population eine untragbare Anzahl an Tieren, reguliert die Natur dies von sich durch geringeren Nachwuchs. Jeder Jungbär muss sich ein neues Areal suchen, gibt es zu viele Bären, wird der Nachwuchs verringert. Gleichzeitig ist der Bär wichtig, um die Anzahl anderer Tierarten zu regulieren.
Töten ist niemals eine Lösung!
Mit freundlichen Grüßen,
Protection for Romania’s Brown Bears
Dear Sir or Madam,
there is currently a war against brown bears in Romania.
Due to the severe reduction of their natural habitat, bears are increasingly coming closer to humans. Again and again people are injured or even killed, often due to a lack of awareness about proper behaviour. Tourists approach bears to take photographs and are then attacked.
In most cases, humans and their actions are at fault, yet the bears are the ones being unjustly killed, and a widespread hunt against them has begun.
New incidents appear in the media almost daily. Some cases are simply duplicated and reported as separate events in different locations, much of it is exaggerated or simply falsely reported. There are now even proposals to weaken the protection status under Directive 92/43/EEC (the Habitats Directive), which currently classifies the brown bear as a strictly protected species.
For decades, Romania lived in peace with its wildlife. Now war has broken out in its forests.
We demand that the protection of brown bears is upheld.
1. Stricter monitoring of logging activities, which are often illegal.
2. No grazing of sheep in forest areas.
3. Comprehensive public education on appropriate behaviour when encountering wildlife, starting in schools.
4. Significantly stricter penalties for feeding and photographing bears.
5. A sustainable, large-scale bear management strategy, including deterrence measures for bears repeatedly approaching human settlements, and relocation where necessary.
6. No increase in hunting quotas.
7. No killing of mothers and cubs.
8. Thorough investigation of every incident involving bear-human encounters that result in injury or death.
9. Strict monitoring of waste disposal sites and strong penalties for illegal dumping.
10. Approval for each individual lethal action only after a proper investigation has been completed.
11. An immediate end to trophy hunting.
Bears play a crucial role in maintaining a healthy ecosystem. If populations exceed sustainable levels, natural processes regulate reproduction accordingly. Young bears must establish their own territories; if there are too many bears, reproduction rates decline. At the same time, bears play an important role in regulating other wildlife populations.
Killing is never a solution.
Yours sincerely,
Protecție pentru urșii bruni din România
Stimate Doamne / Stimați Domni,
În prezent, în România se desfășoară un adevărat război împotriva ursului brun.
Din cauza reducerii drastice a habitatului natural, urșii ajung tot mai des în apropierea oamenilor. Au loc incidente în care persoane sunt rănite sau chiar își pierd viața, de multe ori ca urmare a lipsei de informare privind comportamentul adecvat în prezența animalelor sălbatice. Turiștii se apropie de urși pentru a-i fotografia, iar ulterior sunt atacați.
În cele mai multe cazuri, responsabilitatea aparține oamenilor, însă urșii sunt cei care plătesc cu viața, fiind declanșată o amplă campanie de vânătoare împotriva lor. Aproape zilnic apar noi incidente. Unele incidente sunt prezentate de mai multe ori ca evenimente diferite, iar numeroase informații sunt exagerate sau pur și simplu false. Există chiar propuneri de diminuare a nivelului de protecție prevăzut de Directiva 92/43/CEE (Directiva Habitatului), care în prezent clasifică ursul brun drept specie strict protejată.
Timp de decenii, România a trăit în armonie cu fauna sa sălbatică. Astăzi, în pădurile sale s-a declanșat un război.
Solicităm menținerea protecției ursului brun și:
1. Monitorizarea strictă a activităților de exploatare forestieră, adesea ilegale.
2. Interzicerea pășunatului oilor în zonele împădurite.
3. Programe ample de educare a populației privind comportamentul corect în apropierea animalelor sălbatice, începând din școli.
4. Sancțiuni mult mai severe pentru hrănirea și fotografierea urșilor.
5. O strategie națională durabilă de gestionare a populației de urși, incluzând măsuri de alungare a exemplarelor care se apropie repetat de localități și relocarea acestora atunci când este necesar.
6. Fără majorarea cotelor de vânătoare.
7. Interzicerea uciderii ursoaicelor cu pui.
8. Investigarea riguroasă a fiecărui incident soldat cu rănirea sau decesul unei persoane în urma interacțiunii cu urșii.
9. Monitorizarea strictă a depozitelor de deșeuri și sancționarea fermă a abandonării ilegale a gunoaielor.
10. Aprobarea fiecărei intervenții letale numai după finalizarea unei investigații complete.
11. Încetarea imediată a vânătorii de trofee.
Urșii joacă un rol esențial în menținerea echilibrului ecosistemelor. Dacă populația depășește capacitatea naturală a habitatului, mecanismele naturale reduc rata de reproducere. Urșii tineri trebuie să își găsească propriul teritoriu, iar atunci când densitatea populației este mare, reproducerea scade în mod natural. În același timp, urșii contribuie la reglarea populațiilor altor specii sălbatice.
Uciderile nu reprezintă niciodată o soluție.
Cu stimă,