Vegan macht glücklich!

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Letzten Mittwoch war ich beim Vortrag “Peace Food” von Dr.Rüdiger Dahlke. Viel Neues habe ich dort nicht gehört, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich schon seit 2001 vegan lebe. Aber interessant war es trotzdem, auch die Reaktionen mancher Zuhörer…einige haben sich die Augen zugehalten nur beim Anblick ganz normaler Küken, eine Frau hat nur geweint, weil Ferkel gezeigt worden sind. Rüdiger Dahlke hat erzählt wie es ist, dass eben die Baby-Ferkel Spanferkel werden, dass die männlichen Küken geschreddert werden…das allein hat schon einige aus der Bahn geworfen und es wurden nicht einmal schlimme Bilder gezeigt. Ganz konform gehe ich mit Rüdiger Dahlke nicht, etwa zum Thema Jagd, wo er sagt, er sei froh, dass jemand den Job macht, die überzähligen Wildtiere zu töten…naja…man kann sich nicht überall auskennen, sollte aber dann vielleicht nichts dazu sagen…aber das wäre eine andere Diskussion…

Sonst hat mir der Vortrag gut gefallen und eins ist mir wieder sehr bewusst geworden: Ich bin so froh, dass ich nicht mehr dazugehöre zu den Omnivoren. Dass ich mit meiner Lebensweise viel dazu beitrage, dass die Umwelt nicht noch mehr geschädigt wird. Dass ich viel dazu beitrage, dass Tiere nicht leiden. Perfekt ist niemand, für jeden Unsinn werden Tierversuche gemacht, überall steckt Plastik drinnen…aber trotzdem, ich bin so froh, nicht mehr dazuzugehören zu den Auftragskillern, denn “wer Fleisch ist, gibt den Auftrag zu töten”, so ist es und da kann sich keiner rausreden.

Und ich lerne auch noch jeden Tag dazu, was ich besser machen kann und das macht mich glücklich. Vermeiden macht glücklicher als kaufen. Verwerten macht glücklicher als wegschmeissen.

Wir haben alle noch so viel zu lernen, die Natur bietet uns soviel. Gestern war ich bei einer Bärlauchwanderung, es war fein zu sehen, dass soviele trotz kalten Wetters dabei waren und im Anschluss die veganen Aufstriche verputzt haben als gäb´s kein Morgen.

Wir sind auf dem richtigen Weg!

Was ich demnächst noch shoppe ist, ein guter Mixer, damit ich all die Kräuter auch gut verwerten kann und auch für meine Tiere viel mehr Gemüse aufbereiten kann. Denn auch meine Ratten lieben Gemüse und die Hunde bekommen auch immer etwas ab, Fleisch gibt es zwar auch noch, aber immer weniger. Rüdiger Dahlke sagte, Hunde vegetarisch oder vegan zu ernähren ist nicht artgerecht, aber sie leben wesentlich länger…ich denke hier ähnlich und versuche immer mehr, kein Fertigfutter mehr zu kaufen, viel zu strecken mit Kartoffeln, anderem Gemüse, Flocken, Nudeln, Reis…und auch vielen Kräutern und Ölen. Meine Ratten sind sowieso mit allem dabei. Die lieben Gemüse, Breichen und Obst…und auch mal Sojajoghurt und anderes mehr.

Einkaufen macht mir Spass, weil ich 90% der Lebensmittel in den Geschäften gar nicht ansehen muss…und auch beim Schuhekaufen vieles für mich gar nicht mehr in Frage kommt, weil Leder.

Und das macht frei! Es ist kein Verzicht! Ich kann mich auf Wesentliches konzentrieren – vegan sei Dank!

Das macht echt glücklich – versucht es doch auch!

Heimtiere werden in Sibirien kastriert

 

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Unsere Kastrationskampgagne von Tieren, die Besitzer haben, läuft sehr gut. Danke für die sehr gute Kooperation an Budka-Omsk.

Hier eine Nachricht von Evgenia:

Liebe Marion,
die Kastrationskampagne in Omsk läuft ja weiter… Diesmal wurden 14 Miezen und 4 Hunde kastriert. Also, insgesamt wurden 55 Tiere kastriert.
Die Fotos und Rechnung sind im Anhang zu finden.
LG Evgenia

Hier noch die ganzen Fotos samt Rechnungen

Wenn ein Stück vom Herzen stirbt…

…oder: Ist es gerechtfertigt, ein Tier zu erlösen?

Fritzihübsch

Fritzi ist tot.

Sie war und ist das Maskottchen von Robin Hood. Gerettet aus Illatos, der Hundetötungsanstalt in Budapest, wo ich am 1.Juni 2010 zu Recherchezwecken war. Und Fritzi entdeckt habe…und zufällig wollte jemand einen Husky. Also nahm ich Fritzi mit, legal mit Chip und EU-Impfpass…Welch stürmischer, kalter Junitag, erst spät nachts kam ich heim, teilte mit Fritzi mein Brot, die war gleich ins Auto gehüpft, ohne zu zögern. Zugegeben, sie stank entsetzlich, selten zuvor habe ich soetwas erlebt und ich habe schon viel gesehen und gerochen. Ihr langes Fell war völlig verfilzt. Als wir um Mitternacht nach Hause kamen, begrüssten uns meine Hunde als wäre nichts Neues.

Ich versuchte Fritzi den Leuten zu vermitteln, die einen Husky wollten, aber mit ihren 7 Jahren war sie zu alt. Glück für mich, Fritzi ist geblieben und  Fritzi wurde sofor integriert. Und so war sie ihr Leben lang, ein Leben, das ich leider nur knapp 4, 5 Jahre mit ihr verbringen durfte. Fritzi war schon sieben, als sie zu mir kam, wahrscheinlich, den Zähnen nach, war sie ein Kettenhund gewesen.

Fritzi war ein Hund, der nie Ärger machte, immer ruhig, zurückhaltend und wie den Huskies zu eigen, auch nicht so kuschelig…Liebe par distance, wie ich das nun auch mit ihr erlebt habe, wie zuvor mit meinen beiden anderen Huskies. Huskies zeigen ihre Zuneigung nicht so wie andere Hunde, stehen aber zu 150% zu Dir. Fritzi wurde bald krank, tapfer zeigte sie aber weder Schmerz noch Leiden, wieder typisch Husky. Mal ein falscher Griff und es wird gejammert, aber bei echten Schmerzen sind sie eisenhart. Die Nordischen haben einfach gelernt, über Jahrhunderte, die Zähne zusammenzubeissen, das sehe ich auch immer wieder bei meinem Schlittenhundeprojekt in Grönland, kein anderer Hund würde diese Leiden ertragen. Nicht einmal ein anderes Säugetier, kein Futter, kein Wasser, immer an der Kette, der Sturm von über 100 km/h, Piteraq, die Kälte…aber ich schweife ab. Ich habe Fritzi immer wieder behandeln lassen, sie war immer ein Rätsel, bei dem sich selbst hervorragende Tierärzte nicht klar wurden.

Schließlich die letzte Diagnose, ein Tumor an der Nebenniere und einer an der Hypophyse. Fritzi blieb stark, von Erlösen keine Rede…aber irgendwann wollte sie nicht mehr essen. Ich fütterte sie, was sie auch gerne annahm, getrunken hat sie allein. Auch in den Garten ging sie, um ihre Geschäfte zu machen. Warum ass sie nichts? Fritzi war uns allen ein Rätsel und jeder Tierarzt sagte mir, zum Einschläfern wäre sie einfach in einem zu guten Zustand. Und sie checkte alles ab, die Hundeklappe, die anderen Hunde, mich…oft schlief sie in diesen letzten Monaten in meinem Bett, ganz nah bei mir, ließ sich richtig an mich drücken, da schlief sie tief und fest und ich meine auch glücklich. Sie, die niemals die Kuschelige war.

So vergingen ein paar Monate, ich konsultierte andere Tierärzte, in der Hoffnung, es sei vielleicht doch noch Hilfe möglich. Fritzi hielt durch. Wie immer in ihrem Leben. Oft blickte ich in ihre wundervollen blauen Augen, in die man förmlich eintauchen konnte…”Was ist nur mit Dir, kleine Puppa?” War es doch schon eine Demenz, doch die Nebenniere oder die Hypophyse? So richtig eindeutig war ja kein Ergebnis gewesen. Was tun? Einschläfern? Haben wir das Recht, Leben zu nehmen? Ich weiß, viele sagen jetzt, ja, es ist unsere Pflicht, Tiere von ihrem Leiden zu erlösen. Völlig eindeutig, wenn das Leiden so groß ist, dass man eingreifen muss, aber hier?

Fritzi hielt sich weiterhin tapfer, auch kleine Spaziergänge waren möglich oder sie kreiste wie ein kleiner Satellit im Garten, ein Kreisen, aus dem ich sie herausholen musste. Jetzt ist es mir klar, es war wohl der Tumor im Kopf, aber sie war weder geistig absent noch voller Schmerz.

Gestern ist Fritzi nicht mehr aufgestanden, wie sonst immer…ich ließ sie schlafen…am Abend dann ein Wimmern, das immer wiederkehrte…aber es klang mehr wie ein Traum. Ich nahm Fritzi mit aufs Sofa im Wohnzimmer, verbrachte die Nacht dort…Fritzi schlief, alle paar Stunden ein Wimmern…im Traum? Ich tat kaum eine Auge zu…und mir war klar, jetzt war es so weit. Am Morgen rief ich die Tierärztin an, ich musste Fritzi erlösen lassen…trug sie ins Auto…sie war schon mehr in der anderen Welt. Auf dem Weg zum Tierarzt ist Fritzi gegangen…die Tierärztin bestätigte den Tod. Hätte ich ihr die Fahrt ersparen sollen? Ich mache mir nun Vorwürfe…in der Nacht habe ich meine verstorbenen Hunde und meinen verstorbenen Vater und Gott gebeten, sie mögen Fritzi zu sich holen…ich möchte ihr den Schmerz der Injektionen ersparen, das Hinfahren zum Tierarzt…nun, sie haben mich gehört, Fritzi ist das Einschläfern erspart geblieben. Jetzt liegt sie da und ich warte auf die Abholung zur Kremierung. Ich habe Poster von ihr bestellt, die in mein Schlafzimmer kommen, wie die anderen vier Hunde zuvor auch. Ich werde Fritzi noch bürsten und ihr etwas von ihrem langen Fell abschneiden.

Ein lieber Bekannter, Goldschmied, wird es mir in eine Schmuckfassung geben mit einem Stein…das kommt dann an die Kette, wo auch schon drei andere Fellbüschel gefasst sind und eine Kralle von Erik, der so kurzes Fell hatte, dass es nicht möglich war, es in eine Fassung zu geben. Ich habe ihn gebeten, nach seinem Tod, ob er mir eine Kralle schenkt…wohl war mich nicht dabei, als ich sie abgeschnitten habe. Und nun Fritzi, die Ruhige, Gelassen, Brave, die nur wenige Jahre bei mir hatte, mit ihren Hundefreunden, ein Leben ohne Ketten, in Sicherheit und Geborgenheit. Fritzi, Du wirst immer im Geiste mit mir nach Grönland fahren zu den Kettenhunden, Du bleibst das Robin Hood-Maskottchen, ich werde Dich nie vergessen. Und ich hoffe nur eins, dass ich Euch alle wiedersehe, meine Hunde. Farewell, Fritzi.

 

 

Frisör und vegan – geht das?

Eins vorweg. Geht :-) Zugegeben, ich bin ja kein Fan von Frisörbesuchen, schnell mal selber rübergschnippelt und Ansatz mit Sanotint nachgefärbt…bei meiner Frisur fällts ja nicht auf…und ich fühle mich nach Frisörbesuchen nicht wohl. Leider bekomme ich immer so eine typische Blondinenfrisur verpasst und eile mit hochgeschlagenem Mantelkragen zum Autok in der Hoffnung, niemand zu begegnen und daheim sofort unter die Dusche und neu gefönt. Daher war das einmal im Jahr so eine Art Pflichtbesuch, um wieder mal etwas Ordnung auf dem Kopf zu schaffen, im Kopf ist die ja sowieso nie ;-) Aber irgendwie war mir der konventionelle Frisörbesuch auch ein Dorn im Auge…mal im Internet gesucht…und auf The Read Head gestossen. Und Frisörin Lela ein Mail geschickt, mit Foto…und einen Termin ausgemacht. Und ich muss sagen, Hut ab, im wahrsten Sinne des Wortes…die Frau kann gut schneiden und färben, alles vegan und ohne Tierversuche. Und der Preis passt auch, also ich kann The Read Head nur weiterempfehlen, weil hier kommt man auch mit dem tierfreundlichen Gewissen klar. Und mit der Animal Fair Card gibt es auch Prozente :-) Ich komme gerne wieder!

 

Hallo, liebe Fans von Robin Hood,

an dieser Stelle möchte ich Euch in Zukunft meine Gedanken, Ideen, Meinungen weitergeben. Zum Thema Tierschutz, Tierrechte, Veganismus und mehr.

Ich freue  mich, wenn Ihr es lest und weitergebt.

Stay tuned!

Robin