Hervorgehobener Artikel

Abandoned Hearts – Tiere im Krieg

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April 2016

Kurzversion

Die Flüchtlingswelle hatte auch mich berührt und ich wollte helfen. Nachdem ich in Österreich Flüchtlinge besucht hatte, mit meinem Hund und feststellte, dass sie Tieren gegenüber absolut freundlich eingestellt sind, entgegen der landläufigen Meinung, beschloss ich nach dem Prinzip „Schuster bleib bei deinen Leisten“ zu handeln. Deutschunterricht und Spenden sammeln, was ich getan hatte, war nicht das, was ich wollte. Und mein Tierschutzverein Robin Hood hilft immer in den Ländern selbst, versucht dort eine Änderung zu bewirken. In Rumänien, Ungarn, Armenien, Sibirien, Grönland und seit Kurzem auch im Irak.

Ich wollte den Flüchtlingen helfen, die mit ihren Tieren flüchten und traf auf Dr.Sulaiman Tamer Saed mit seinem Verein KOARP, Kurdish Organisation for Animal Rights Protection. Schon im Herbst wollte ich nach Kurdistan, aber mein Flug wurde wegen Terrorgefahr storniert.

Jeder hielt mich für verrückt, als blonde Frau in den Irak zu reisen. Im April war ich dort und habe vieles erlebt. Ich war in Duhok, wo Sulaiman schon erstklassige Arbeit als Tierarzt leistet. Er füttert die Streunerhunde und –katzen, behandelt sie, kümmert sich um Streuneresel, Wildtiere, die Tiere am Tiermarkt, im Zoo…

Mit ihm war ich eine Woche unterwegs und durfte die Gastfreundschaft seiner Familie und der Kurden generell erleben.

Wir waren im Zoo, kauften auf Tiermärkten Vögel frei, die wir in der wunderbaren Landschaft rund um Duhok freiliessen, retteten eine todkranke Katze vom Tiermarkt…wir fanden tote Schafe, tote Welpen, das Grauen ringsum in einem Land, das immer wieder im Krieg ist. Sulaiman beeindruckte mich sehr und auch die Kurden generell. Denn wir bekamen die Genehmigungen für die riesigen Flüchtlingscamps, eins davon besuchte Angelina Jolie im letzten Jahr…bis zu 50 000 Menschen, in Zelten, in Containern…die Kinder ohne wirkliche Spielplätze. Schon im April war es glühend heiß, im Sommer bekommt es hier über 40 Grad. Angesichts dieser Bilder sah ich die Flüchtlingsfrage in unseren Ländern nochmals mit anderen Augen. Wir fuhren mit Genehmigung in die Sinjar-Berge, in die Stadt Sinjar, wo nur mehr Soldaten und Polizei sind, die Stadt ist völlig zerstört. Ein Hirte mit seinen Schafen, ein geflüchteter Yeside, sitzt einsam am Feld, seine Familie ist im Lager, er darf mit seinen Tieren dort nicht hin. Überall die kurdischen Peshmerga-Soldaten, in ihren Stützpunkten, ein Checkpoint nach dem anderen…wir nehmen zwei Soldaten mit, ich darf ein Foto mit ihnen machen und sie machen eins mit mir. Ich bin mit einem Soldaten, der am Mosul-Damm stationiert ist,  auf Facebook befreundet, er füttert Streunerhunde, von seinem Sold, der 1200 USDollar ausmacht, gibt er 100 Doller für die Tiere aus monatlich. Obwohl er zwei Kinder hat. Vor Kurzem sind einige seiner Freunde umgekommen, eine Autobombe des IS. Er hat sein Facebook-Bild schwarz gefärbt. Er schickt mir Fotos, von Hunden, von toten Soldaten…Sinjar war furchtbar. Heiß, windig, leer…Massengräber, zerbombte Häuser, ausgebrannte Autos. Dazwischen zurückgelassene Tiere. Einem Hund nehmen wir einen Draht ab, der um seinen Hals war, füttern ihn, die Polizei hilft uns.

Mir schnürt es die Kehle zu, wir können den Hund nicht mitnehmen, weil wir kein Tierheim haben.

Der IS ist nahe, 25 km sind wir von Mosul entfernt, 2 km von der syrischen Grenze.

Sulaiman kämpft tagtäglich für die Tiere, mit der Hilfe von Robin Hood kann er Futter kaufen und alles, was notwendig ist. Geht in Schulen, mit den Kindern in den Zoo. Hält an den Universitäten Vorträge.

Wir haben große Pläne, denn ich komme wieder.

Wir werden ein Tierheim eröffnen, wir bekommen wahrscheinlich einen alten Schlachthof, den wir umbauen.

Wir werden ein Auto kaufen, mit dem Sulaiman Essensreste aus den Restaurants holt und kranke Tiere transportiert.

Im Zoo, der alles hat von Wölfen über Bären bis zu blauäugigen Huskies unter widrigen Bedingungen, werden wir Verbesserungen schaffen. Auch auf den Tiermärkten, wo 1000 Vögel in der Sonne stehen, wo Wolfbabies und Bären, aus der Natur gefangen, verkauft werden, Falken, die gerade einen Federflaum haben.

Wir werden in den Schlachthäusern Trainings machen für einen besseren Umgang mit den Tieren.

Wir werden die Flüchtlingskinder, Syrer, Yesiden, aus den Camps holen, ihnen Tiere zeigen, den richtigen Umgang lehren, Filme aus Grönland zeigen…

Sulaiman und ich starte  am 4.Oktober ein großes Presseevent in Duhok und in den darauffolgenden Tagen Workshops mit allen Verantwortlichen über Zoo, Tiermärkte, Schlachthöfe.

Hier gibt es unendlich viel zu tun, aber der Vorteil ist, hier kann man noch etwas tun, es besteht Interesse.

Allen Vorurteilen zum Trotze, die wir hier haben, sind diese Menschen offen und auch ich werde respektvoll behandelt, auch als Frau. Männer wie Frauen sehen mich zwar mit meinen blonden Haaren interessiert an, aber niemand behandelt mich herablassend oder berührt mich, auch nicht im dichtesten Männergedränge am Bazar. In meinem Bericht gibt es mehr Details, ich stehe aber sehr gerne persönlich zur Verfügung. Bildmaterial ist zu jeder Thematik vorhanden, auch in hoher Auflösung.

Kurdistan im Irak hat mich begeistert, trotz Krieg und Gefahr. Ich komme wieder und werde dort Pionierarbeit leisten. Denn Tierschutz ist grenzenlos und muss auch Kriege überwinden.

Hier ist der ausführliche Reisebericht Abandoned hearts – Tiere im Krieg

Fotogalerie:

 

 

Sommer in Rumänien/Summer in Romania

Tierheim Fiducia und städtisches Tierheim

Tierheim Fiducia Reghin/Rumänien. Mit dem städtischen Tierheim gemeinsam leben hier etwa 450 Hunde.
Zur Zeit wird im privaten Tierheim Fiducia viel gebaut, neue Gehege, die Dächer werden nach dem Sturm ausgetauscht…
Täglich bringen die Hundefänger neue Hunde…
Adoptionen gibt es auch schon hier, wie etwa der wunderschöne Husky…
Wann immer wir Zeit haben, gehen wir mit Hunden zum Fluss.
Täglich finden wir Hunde, die verletzt sind.
Wir versuchen auch im städtischen Tierheim, alles was möglich ist, neue Futtertröge, Schattenspender und hoffentlich dürfen wir bald alle Gehege vergrößern und die Hütten austauschen. Der Vizebürgermeister will sich nächste Woche selbst von den unhaltbaren Zuständen überzeugen, nachdem wir endlich einen Termin bei ihm bekommen haben. Er hat selbst drei Hunde und scheint immerhin den Hunden nicht abgeneigt zu sein. Ich hoffe, auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm. Im Herbst werde ich versuchen, den Stadtrat von der Wichtigkeit des CCR (catch, castrate, release) zu überzeugen….

Private shelter Fundatia Fiducia and shelter of municipality

Fiducia shelter Reghin / Romania. together with the municipal shelter there are about 450 dogs.
Currently much is in the private shelter Fiducia built new pens, the roofs are replaced after the storm …
Daily bring the dog catcher new dog …
Adoptions there is already here, such as the beautiful Husky …
Whenever we have time, we go with dogs to the river.
Every day we see dogs that are injured.
We try also in municipaltiy shelter everything what is possible, new feeders, shade and hopefully we can soon enlarge all enclosure and replace the dog houses. The deputy mayor wants to next week to convince himself about the intolerable conditions after we finally get an appointment with him. He himself has three dogs and seems nevertheless to be not averse to dogs. I hope for a good cooperation with him. In the fall I will try to the city council of the importance of the CCR (catch, castrate, release) to convince ….

 

 

 

In Rumänien

Ich bin im Juni für drei Wochen hiergewesen und nun den ganzen Juli.

Da kann man schon einiges tun. Wir bauen neue Gehege, wir bauen ein komplett neues Areal aus und wir erneuern die Dächer.

Immer mehr Tierärzte machen bei unserer Kastrationskampagne mit, wo Tiere, die einen Besitzer haben, kostenlos kastriert werden.

Wir haben nun

In Reghin:

Dr.Benkö Attila

Dr.Friciu Petre

In Targu Mures:

Dr.Borka Levente

Dr.Suteu Ovidiu

In Ludus:

Dr.Ocnarescu Ioana

Weitere Pläne: Wir wollen in the field kastrieren, in den Dörfern, in einem Sanitätszelt. Damit auch die Tiere in den Dörfen endlich kastriert werden. Start im September, wenn wir es schaffen :-)

Hier ein kleiner Eindruck:

Tierschutz in Kurdistan

kurd_pesh1Ganz wichtig ist Eure Meinung!

Wir haben in Kurdistan die Möglichkeit gemeinsam mit dem rührigen Veterinär,Dr. Sulaiman Tamer Saed, Pionierarbeit in Tierschutz zu machen!

  • Streunerhunde, -katzen und -esel betreuen
  • Ein erstes Tierheim eröffnen
  • Kastrationsprogramme durchführen
  • Eine mobile Ambulanz anschaffenIMG_0580
  • Die Bedingungen auf den Tiermärkten verbessern
  • Schlachthöfe überwachen
  • Zoos kontrollieren und verbessern ….

Bitte sag Deine Meinung, über das Projekt „Tiere im Krieg – Tierschutz in Kurdistan“.
Sollen wir es beginnen, oder wegsehen wie alle anderen Organisationen?

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Vor- und Nachname Kommentar
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Catherine Choplin ich bin absolut dafür. Natürlich weiß ich, dass man nicht überall intervenieren kann, aber man sollte da ansetzen, wo es überhaupt möglich ist und schon Kontakte vorhanden sind. Vielen Dank für diese großartige Arbeit!
Lisa Prege Bitte unbedingt das Projekt starten. Ich finde es großartig!
Tanja Stark Liebe Marion, ich habe mir jetzt alle Bilder angesehen - die Tiere brauchen dringend Hilfe. Du machst so eine tolle Arbeit! Vielen Dank! Du schaust überall hin und nicht weg! Du setzt dich dort ein, wo es keine oder nur wenig Hilfe gibt.
Anja Breimaier Ein tolles Tierschutzprojekt, welches sehr viel Einsatz erfordert. Und wer könnte dies besser als der TSV Robin Hood? :-) Super, wieder mal dort, wo sonst keiner ist, klasse!
martina lemm Tierschutz bedeutet ..Ü Überrall auf der Welt,sollte man helfen...Es wird in der heutigen Zeit immer wichtiger..auch in Kurdistan..

Danke für die Meinung!