Zum heutigen Welttierschutztag blicken wir auf unsere Arbeit im Jahr 2025 zurück. Von unseren Tierheimen in Rumänien über die Straßenhunde in Albanien und Armenien bis zu den Schlittenhunden in Grönland: Unser neuer Jahresbericht zeigt, was wir gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern erreichen konnten.
Jahresbericht 2025
Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
ein weiteres ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. 2025 waren wir gemeinsam mit unseren Projektpartnerinnen und Projektpartnern in vielen Ländern für Tiere im Einsatz. Manches davon sind große Projekte, an denen wir über Monate und Jahre arbeiten. Vieles geschieht aber auch ganz spontan und still im Hintergrund: ein kranker Hund, der behandelt werden muss, Futter für Tiere, deren Besitzer es sich nicht leisten können, eine notwendige Kastration oder eine Reparatur im Tierheim, die nicht bis morgen warten kann.
Wir waren viel unterwegs und vor Ort bei unseren Projekten, um diese zu begleiten, uns mit unseren Partnern auszutauschen und gemeinsam die nächsten Schritte zu planen. Besonders viel beschäftigt hat uns die weitere Entwicklung unserer Arbeit in Rumänien, Albanien und Armenien. Aber auch unsere langjährigen Projekte in Grönland, im Irak und in Ungarn wurden kontinuierlich weitergeführt.
Neben der Versorgung von Tieren und unmittelbarer Hilfe vor Ort sind auch Aufklärung und das öffentliche Eintreten für alle Tiere wichtige Teile unserer Arbeit. 2025 haben wir uns unter anderem mit Petitionen für Straßenhunde in der Türkei und in Marokko eingesetzt. Robin Hood ist nach wie vor ein kleiner Verein. Gerade deshalb können wir oft schnell, direkt und unkompliziert helfen. Vieles von dem, was wir tun können, ist nur möglich, weil uns Menschen wie Sie seit vielen Jahren unterstützen und uns ihr Vertrauen schenken.
Dafür möchten wir uns von Herzen bedanken. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen zeigen, was wir gemeinsam im Jahr 2025 für Tiere erreichen konnten.
Rumänien
Unsere zweite Heimat
Rumänien ist für Robin Hood längst zu einer zweiten Heimat geworden. Marion lebt den Großteil des Jahres in der Nähe von Reghin und ist praktisch täglich im Tierheim im Einsatz.
Was für Außenstehende vielleicht wie ein einzelnes „Projekt“ klingt, ist in Wirklichkeit viel mehr: ein Alltag, der sieben Tage die Woche stattfindet. Für die Hunde kochen und sie füttern, Medikamente geben, kranke Tiere versorgen, Gehege kontrollieren, mit Hunden spazieren gehen und sie sozialisieren, Kastrationen planen, immer wieder auf unvorhergesehene Notfälle reagieren und auch einfach Zeit mit den Tieren verbringen.
In Reghin unterstützen wir zwei unmittelbar nebeneinanderliegende Tierheime, das städtische Tierheim und das Tierheim Fiducia. Ende 2025 lebten dort rund 320 Hunde. Robin Hood übernimmt laut Vereinbarung mit der Stadt unter anderem monatlich das Futter für 200 Hunde und stellt jährlich 10.000 Euro für Renovierungsarbeiten zur Verfügung. Hinzu kommen Tierarztkosten, Medikamente, Kastrationen, Personal und viele weitere Ausgaben, die im täglichen Betrieb entstehen.
Für Welpen sowie alte und kranke Hunde kochen wir täglich frisches Futter. Manche Tiere brauchen außerdem besondere Ernährung, Medikamente oder eine intensivere Betreuung. Im Winter kommt zusätzliche Arbeit dazu: Das Welpenhaus muss beheizt, gereinigt und desinfiziert werden, kranke Hunde brauchen natürlich extra Versorgung und die kurzen Tage erschweren Spaziergänge und Freilauf. Eine besonders wichtige Entwicklung war 2025 die Verstärkung unseres Teams. Neben unserem Mitarbeiter Vasilica, der seit vielen Jahren eine verlässliche Stütze im Tierheim ist, beschäftigen wir mittlerweile drei junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Sozialisierung der Hunde. Sie gehen mit ihnen spazieren, gewöhnen sie an Menschen, Leine und Alltagssituationen und verbessern damit ihre Chancen auf eine spätere Vermittlung. Gleichzeitig helfen sie beim Füttern und Kochen, reinigen die Gehege, kümmern sich um den Freilauf und packen überall dort mit an, wo gerade Hilfe gebraucht wird.
Auch die medizinische Versorgung bleibt ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Tiere werden behandelt, operiert, geimpft und kastriert. Parallel dazu führen wir regelmäßig Kastrationskampagnen durch, in Reghin und in den umliegenden Dörfern. Denn so wichtig die Versorgung der Hunde im Tierheim ist, langfristig lässt sich das Problem nur lösen, wenn möglichst viele Hunde und Katzen kastriert werden.
Das Problem der Straßenhunde hat sich in Rumänien über die Jahre verändert. Echte Streuner, die früher überall zu sehen waren, sind deutlich weniger geworden. Viele der Tiere, die heute im Tierheim landen, haben oder hatten Besitzer. Unkastriert laufen sie frei herum, vermehren sich und die unerwünschten Welpen werden anschließend abgegeben oder oft ausgesetzt. Gerade auch ältere Hunde landen leider häufig im Tierheim, wenn ihre Besitzer sie nicht mehr halten wollen. Dadurch kommen laufend neue Tiere hinzu und die beiden Tierheime bleiben voll.
Deshalb gehört Aufklärung zu unserer Arbeit. Kastrationen allein reichen nicht, wenn sich langfristig nichts am Umgang mit den Tieren verändert. Gleichzeitig sehen wir aber auch positive Entwicklungen. Immer mehr Menschen engagieren sich selbst, melden gefundene Hunde, suchen über soziale Medien nach Besitzern und neuen Plätzen und helfen Tieren in ihrer Umgebung. Nachhaltige Veränderung braucht Zeit, aber sie findet statt.
Open Shelter Flavius
Ein großes Projekt nimmt Gestalt an
Unser wohl größtes neues Projekt in Rumänien ist das Open Shelter Flavius. Die Idee dazu entstand aus einem Problem, das wir jeden Tag im Tierheim sehen: Viele Hunde warten dort seit Jahren auf ein Zuhause. Manche sind alt, manche groß oder scheu, andere entsprechen einfach nicht dem, was sich die meisten Menschen bei einem zukünftigen Familienhund vorstellen. Für viele von ihnen ist die Chance auf eine Vermittlung leider sehr gering.
Und obwohl es unseren Hunden im Vergleich sehr gut geht, ist doch klar, dass ein Tierheim niemals ein liebevolles Zuhause bei einer Familie ersetzen kann.
Wir möchten auch den Hunden, die schon sehr lange bei uns sind oder aus anderen Gründen wohl leider nicht mehr vermittelt werden können, eine zweite Chance geben.
Auf einem 1,2 Hektar großen Grundstück mitten in der wunderschönen Landschaft Transsilvaniens soll deshalb ein offenes Tierheim entstehen. Statt ihr Leben überwiegend in kleinen Gehegen zu verbringen, sollen die Hunde dort gemeinsam frei leben können: auf einem großen Gelände, mit vielen Hundehütten, natürlichen Grünflächen und Pflegern, die rund um die Uhr für sie da sind.
2025 wurde aus der Idee schließlich ein konkretes Bauprojekt.
Nicht alles lief dabei so schnell, wie wir es uns gewünscht hätten. Wetterbedingungen und unerwartete Verzögerungen beim Aufbau haben uns immer wieder zurückgeworfen. Trotzdem konnten wir wichtige Schritte setzen. Teile des Geländes wurden bereits eingezäunt. Wir konnten einen gut erhaltenen Wohnwagen anschaffen, in dem zukünftig Betreuungspersonal untergebracht werden kann. Außerdem wurde ein Lager für Futter gekauft. Weitere Infrastruktur wie zum Beispiel die Wasserversorgung oder die Beleuchtung über eine Solaranlage wurde vorbereitet beziehungsweise geplant.
Das Grundstück liegt in einem wunderschönen, waldnahen Gebiet, in dem auch Bären leben. Das gesamte Vorhaben muss deshalb besonders sorgfältig geplant werden. Das Open Shelter ist auch für uns Neuland und wir möchten nicht von heute auf morgen hundert Hunde auf das Gelände setzen. Der Plan ist, zunächst mit einer kleinen Gruppe zu beginnen und anschließend Schritt für Schritt weitere Hunde zu integrieren. Für alte Hunde soll außerdem ein eigens abgezäunter, ruhigerer Bereich entstehen, so dass sie weniger Stress ausgesetzt sind. Wir hoffen sehr, dort bald die ersten Hunde sehen zu können.
Und während dieses neue Projekt Stück für Stück wächst, geht die tägliche Arbeit in Reghin natürlich weiter.
Albanien
Gemeinsam für die Hunde von Elbasan
In Albanien konzentriert sich unsere Arbeit seit vielen Jahren auf Elbasan, wo wir gemeinsam mit unseren engagierten Projektpartnerinnen versuchen, das Leben der vielen Straßenhunde nachhaltig zu verbessern. Robin Hood trägt einen großen Teil der laufenden Kosten des Tierheims und finanziert dort Futter, medizinische Versorgung und Kastrationen. Gleichzeitig unterstützen wir auch die tägliche Versorgung zahlreicher Hunde, die weiterhin frei auf den Straßen und außerhalb der Stadt leben.
Das Jahr 2025 begann leider mit einem Rückschlag. Ein schweres Unwetter richtete am erst im Vorjahr fertiggestellten Tierheim Schäden an. Gehege und Hundehütten mussten repariert, Teile der Anlage wieder instand gesetzt und einige Hunde vorübergehend umquartiert werden. Gerade bei einem Tierheim mit rund 150 Hunden zeigt sich schnell, wie viel zusätzliche Arbeit solche Schäden verursachen können.
Im Herbst konnten wir das Projekt schließlich selbst wieder besuchen. Dabei wurde wieder einmal deutlich, wie viel unsere Partnerinnen rund um Vera jeden einzelnen Tag leisten. Zusätzlich zu den Hunden im Tierheim werden weit verstreut in Elbasan, in einem großen ehemaligen Industriegebiet und bis hinauf in die umliegenden Berge mehr als hundert freilebende Tiere versorgt.
Wenn Vera mit ihrem Auto zur Fütterung kommt, wissen die Hunde sofort, wer da ist und was passiert. Sie laufen schwanzwedelnd herbei und warten auf ihr Futter. Viele kennen die Frauen seit Jahren und haben sogar Namen bekommen. Fehlt ein Hund bei einer Fütterungsrunde, fällt das sofort auf und es wird nach ihm gesucht.
2025 war für das Team allerdings auch menschlich ein schweres Jahr. Freddy, der lange im Tierheim mitgearbeitet hatte und eine große Liebe zu den Hunden hatte, verstarb völlig unerwartet mit nur 31 Jahren. Für Vera und das gesamte Team war sein Tod ein großer Schock und ein schwerer Verlust.
Mit Adriano konnte zum Glück ein neuer Mitarbeiter gefunden werden, der sich mit viel Geschick an die Arbeit machte. Er reparierte, schweißte, richtete den Container im Tierheim her und half dabei, die Anlage Stück für Stück zu verbessern. Auch eine dringend benötigte Drainage wurde angelegt, nachdem Teile des Geländes immer wieder unter Wasser gestanden sind.
Besonders wichtig war uns auch, das bestehende Team langfristig zu stärken. Mariana, die Vera seit Langem bei den Fütterungsrunden und im Tierheim unterstützt, wollte aus finanziellen Gründen zum Arbeiten nach Griechenland gehen. Das hätte auch für das gesamte Projekt eine große Lücke bedeutet. Deshalb haben wir uns entschieden, ihre Arbeit künftig finanziell zu unterstützen. So konnte sie in Elbasan bleiben und weiterhin gemeinsam mit Vera für die Tiere da sein. Was diese Frauen täglich leisten, lässt sich auf Fotos und in Zahlen nur schwer darstellen. Mehrere Stunden am Tag sind sie unterwegs, unabhängig von Wetter, Hitze oder Regen. Denn der Hunger der Hunde kennt keine Feiertage.
Ein großer Teil unserer Arbeit betrifft weiterhin die medizinische Versorgung. Viele Hunde leiden an im Mittelmeerraum verbreiteten Krankheiten wie Ehrlichiose, Anaplasmose oder Leishmaniose. Gemeinsam mit unserem Tierarzt Jon von der Paw Clinic werden Tiere untersucht, getestet und behandelt. Dazu kommen Impfungen, Entwurmungen, Kastrationen und akute Notfälle. Seine Klinik bietet außerdem die Möglichkeit, Tiere nach Operationen einige Tage unter Beobachtung zu behalten. Gerade Diagnostik und längere Behandlungen verursachen hohe Kosten, die sich Monat für Monat summieren. Trotzdem bleiben medizinische Versorgung und Kastrationen unverzichtbar, wenn wir die Situation langfristig verbessern wollen.
Neue Ideen für Elbasan
Während unserer Projektreise im Herbst ergab sich außerdem eine spannende neue Möglichkeit. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung brachten wir unsere Erfahrungen mit dem Open-Shelter-Konzept aus Rumänien ein. Die Idee stieß auf Interesse. Sogar mögliche Grundstücke wurden bereits ins Gespräch gebracht. Noch steht alles ganz am Anfang, doch vielleicht kann aus unseren Erfahrungen in Rumänien langfristig auch für die Hunde von Elbasan etwas Neues entstehen.
Armenien
Vieles hat sich zum Besseren verändert
Seit vielen Jahren unterstützt Robin Hood Tiere in Gyumri gemeinsam mit unserem Projektpartner Armen. Was vor vielen Jahren mit der geplanten Rettung von Tieren aus einem verlassenen Privatzoo begann, hat sich inzwischen zu einem langfristigen Projekt entwickelt. Armen kümmert sich vor Ort um gerettete Tiere, organisiert Hilfe, bringt Futter zu Familien und hält uns über die Entwicklungen in der Region auf dem Laufenden.
Anfang September 2025 waren Marion und Jakob wieder selbst in Armenien. Für uns war besonders schön zu sehen, wie viel sich seit dem letzten Besuch verändert hat. Früher wurden Straßenhunde in Gyumri noch getötet. Heute begegnet man mitten in der Stadt vielen gut genährten Hunden, zahlreiche davon mit Ohrmarken als Zeichen einer erfolgten Kastration. Die Tiere bewegen sich wie selbstverständlich durch Fußgängerzonen, liegen entspannt vor Geschäften, werden von Menschen gefüttert, gestreichelt und sogar fotografiert.
Auch bei der Kastration gibt es Fortschritte. Während es früher kaum Tierärzte gab, die solche Eingriffe durchführen konnten, werden inzwischen auch in Gyumri Tiere kastriert. Bei unserer Reise trafen wir eine Tierärztin, mit der wir künftig zusammenarbeiten möchten.
Während unseres Aufenthalts besuchten wir außerdem einige Tiere, die Robin Hood in den vergangenen Jahren retten konnte. Dazu gehört unsere Kuh Chalka, die einst vor der Schlachtung bewahrt wurde. Heute lebt sie bei einer Familie in einem kleinen Dorf und verbringt ihre Tage gemeinsam mit den anderen Kühen auf der Weide. Solche Besuche sind für uns besonders schön, weil wir sehen können, was aus einem geretteten Tier Jahre später geworden ist.
Armen arbeitet außerdem mit Familien in umliegenden Dörfern zusammen, die Besucher mit selbst angebauten Lebensmitteln und traditioneller, großteils veganer Küche bewirten. Einige dieser Familien kümmern sich gleichzeitig um Tiere, die mit unserer Unterstützung gerettet wurden. So entsteht ein kleines Netzwerk aus Menschen, die Verantwortung für Tiere übernehmen und auch ihre eigene Lebensgrundlage verbessern.
Unerwartet haben wir Tamara gefunden und gerettet, einen kleinen Weißbauchigel, dem es offensichtlich nicht gut ging und der in einem kleinen, trostlosen Terrarium schlief. Mit Armens Hilfe fanden wir schnell einen neuen Platz bei einer Familie, die bereits gerettete Katzen für uns aufgenommen hatte.
Natürlich ist auch in Armenien noch vieles zu tun. Futter, Medikamente und Kastrationen sind überraschend teuer, und bei der Haltung mancher Tiere fehlt es noch an Wissen oder geeigneter Infrastruktur. Doch gerade im Vergleich zu früher sehen wir in Gyumri eine Entwicklung, die uns Hoffnung macht.
Die Straßentiere sind sichtbarer Teil des Lebens geworden und werden zunehmend als Mitbewohner der Stadt akzeptiert. Für uns ist das vielleicht einer der schönsten Erfolge, die man in einem langjährigen Tierschutzprojekt sehen kann.
Grönland
Für die Schlittenhunde Ostgrönlands
Unser Projekt in Ostgrönland begleitet Robin Hood seit der Vereinsgründung. Ein wichtiger Teil davon ist weiterhin die Versorgung der Schlittenhunde mit hochwertigem Futter. Robin Hood übernimmt die Frachtkosten für den Transport aus Dänemark und hilft damit, das Futter für die Menschen vor Ort leistbarer zu machen. Hundebesitzer, die sich die Versorgung ihrer Tiere nicht leisten können, unterstützen wir zusätzlich direkt mit Futter.
Auch Medikamente konnten wieder von der besser versorgten Westküste nach Ostgrönland gebracht werden. Gerade dort ist die medizinische Versorgung schwierig, weil Tierärzte, Medikamente und Impfstoffe nur sehr eingeschränkt verfügbar sind.
Gemeinsam mit dem Lehrer Max setzen wir außerdem die Arbeit rund um den Bau von Hundehütten und die Arbeit in der Schule fort. Kinder lernen den traditionellen Schlittenbau und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Hunden. Uns ist wichtig, dass die jahrhundertealte Tradition des grönländischen Schlittenhundes erhalten bleibt, gleichzeitig aber die Haltungsbedingungen für die Tiere weiter verbessert werden. Gerade Hundehütten, die im Rahmen eines Sozialprojekts gebaut werden, sind im rauen Klima für Welpen und Mütter ein wichtiger Schutz vor Wind, Regen, Schnee und Kälte.
Irak
Dr. Sulaiman ist unermüdlich im Einsatz
Im Nordirak können wir uns seit vielen Jahren auf unseren Projektpartner Dr. Sulaiman verlassen. Auch 2025 war er nahezu täglich für Tiere unterwegs und versorgte mit unserer finanziellen Unterstützung Straßenhunde, Wildtiere, Vögel und viele andere Tiere.
Besonders wichtig ist seine Arbeit mit den Herdenschutzhunden der Hirten. Er fährt zu den Herden, impft die Hunde und behandelt sie bei Krankheiten und Verletzungen. Darüber hinaus berichtet Sulaiman regelmäßig über seine Arbeit, tritt im Fernsehen auf und weist öffentlich auf Probleme in der Tierhaltung hin. Immer wieder ist er in Schulen und erklärt den Kindern wie täglicher Tierschutz funktioniert und wie wichtig es ist, Tieren Respekt und Mitgefühl entgegenzubringen.
Österreich
Auch in Österreich bleiben wir natürlich aktiv. Wir gehen Hinweisen auf schlechte Tierhaltung nach, machen auf Missstände aufmerksam und bringen Fälle, wenn notwendig, zur Anzeige. Dabei reicht unsere Arbeit von Haustieren bis zu den sogenannten Nutztieren und Problemen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung.
Zusätzlich erreichen uns das ganze Jahr über Hilferufe aus den verschiedensten Ecken der Welt, die keinem unserer festen Projekte zugeordnet werden können. Wo es unsere Möglichkeiten erlauben, helfen wir auch hier mit Futter, Medikamenten, Tierarztkosten, Auskunft oder anderer individueller Unterstützung. Manchmal geht es um ein einzelnes Tier, manchmal um Menschen, die selbst wenig haben und trotzdem versuchen, ihre Tiere oder Streuner in ihrer Umgebung gut zu versorgen.
Ungarn
Kleine Hilfe mit großer Wirkung
Auch unser Projekt in Ungarn wurde 2025 weitergeführt. Unsere Projektpartnerin vor Ort sucht gezielt Familien und ältere Menschen, die sich Kastrationen oder notwendige medizinische Behandlungen ihrer Tiere nicht leisten können.
Robin Hood stellt dafür monatlich Geld für Tierarztkosten zur Verfügung und übernimmt je nach Fall Kastrationen, Behandlungen oder Operationen. Dieses vergleichsweise kleine Projekt funktioniert seit Jahren sehr gut und zeigt, dass manchmal schon überschaubare Beträge einen großen Unterschied für ein Tier und seine Familie machen können.
Aufklärung, Kampagnen und Petitionen
Tierschutz bedeutet für uns nicht nur unmittelbare Hilfe vor Ort. Wir möchten auch auf Missstände aufmerksam machen und dort eine Stimme sein, wo Tiere selbst keine haben. Dazu gehören seit vielen Jahren Themen wie Pelztierhaltung, Fiakerpferde und die Bedingungen sogenannter Nutztiere, etwa Schweine, Rinder oder Hühner.
2025 haben wir außerdem mit Petitionen auf die Situation von Straßentieren in der Türkei und in Marokko aufmerksam gemacht und uns für humane, nachhaltige Lösungen wie Kastration und eine bessere Versorgung der Tiere in diesen Regionen eingesetzt. Neben der direkten Projektarbeit bleiben deshalb Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und politische Kampagnen ein wichtiger Teil unserer Arbeit.
Finanzen 2025
Transparenz ist uns wichtig. Deshalb möchten wir Ihnen auch einen genaueren Überblick darüber geben, woher unsere finanziellen Mittel kommen und wofür wir sie im Laufe des Jahres eingesetzt haben.
2025 verzeichnete Robin Hood Einnahmen von insgesamt 305.893,89 Euro. Der mit Abstand größte Teil davon, rund 97 Prozent, stammte aus allgemeinen Spenden. Hinzu kamen Bargeldspenden sowie Einnahmen aus unserem Eshop.
Dem standen Aufwendungen von insgesamt 307.565,71 Euro gegenüber. Mit 214.464,74 Euro beziehungsweise 69,7 Prozent entfiel der größte Teil auf unsere Projektarbeit und Aufklärung. Dazu kamen Aufwendungen für Spendenwerbung, externe Fachleistungen und Beratung, programmunterstützende Tätigkeiten sowie Verwaltung und Infrastruktur.
Unsere Projektkosten im Detail
Hinter den 214.464,74 Euro für Projektarbeit und Aufklärung stehen ganz unterschiedliche Formen der Hilfe: Futter und medizinische Versorgung, Kastrationen, Mitarbeiter vor Ort, Tierarztkosten, Bau- und Renovierungsarbeiten sowie Aufklärung und individuelle Tierhilfe.
Mit 111.749,73 Euro war Rumänien 2025 unser finanziell umfangreichstes Projekt, gefolgt von Grönland und Albanien. Die genaue Verteilung auf unsere Projekte und Arbeitsbereiche zeigt die folgende Übersicht.
Die Beträge der einzelnen Länder umfassen jeweils die gesamte Unterstützung des jeweiligen Projekts im Laufe des Jahres.
Danke für Ihre Unterstützung
Wenn wir auf das Jahr 2025 zurückblicken, sehen wir neben den großen Projekten noch viele kleine Momente, die in keinem Jahresbericht vollständig Platz finden können. Ein Hund, der nach einer Behandlung wieder gesund wird. Tiere, die nach einer Kastration zurück in ihr vertrautes Umfeld können. Eine Familie, die ihre Tiere dank unserer Unterstützung medizinisch versorgen lassen konnte. Oder ein alter Hund, der nach vielen Jahren im Tierheim vielleicht bald ein Stück mehr Freiheit erleben darf.
All das wäre ohne Ihre Unterstützung nicht möglich.
Unser Dank gilt deshalb vor allem Ihnen, unseren Spenderinnen und Spendern, die diese Arbeit überhaupt erst möglich machen. Ebenso danken wir unseren Projektpartnerinnen und Projektpartnern, Tierärztinnen und Tierärzten sowie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den verschiedensten Ländern.
Ein Blick nach vorne
Auch 2026 wird uns die Arbeit nicht ausgehen. In Rumänien soll unser Open Shelter Flavius weiter wachsen und Schritt für Schritt mit Leben gefüllt werden. Gleichzeitig gehen die tägliche Arbeit in den Tierheimen, Kastrationen und medizinische Versorgung weiter.
Auch unsere Projekte in Albanien, Armenien, Grönland, im Irak und in Ungarn möchten wir natürlich weiterführen und dort ausbauen, wo es sinnvoll und möglich ist. Für Grönland und Albanien sind auch wieder persönliche Besuche geplant.
Vielen Dank, dass Sie uns dabei begleiten und den Tieren gemeinsam mit uns eine Stimme geben.
Ihre
Marion Löcker
Tierschutzverein Robin Hood
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